Kontraband-Notat 2: Fiktion als Kritik
Die jüngsten Entrüstungen und Aufschreie über Entscheide und Urteile der katholischen Kirche haben diese kaum beeindruckt. Kritik an den Auswirkungen der christlichen Lehre und Predigt verfehlt das Ziel. Das Erlauben von Kondomen löst - aus der Perspektive der Kirche - das Problem nicht. Das Problem heisst nicht HIV oder Aids, sondern Vielweiberei. Die Lösung für das Problem der Vielweiberei heisst Enthaltsamkeit.
Was die Kirche trifft und aufheulen lässt, ist, wenn an die Reinheit der Lehre gerührt wird. Man wage es, an die Geschichte zu rühren, die dem Christentum zugrunde liegt, und mache sich gefasst auf die erbarmungsloseste Verfolgung. Weltliche Kritik beeindruckt die Kirche nicht. Aber wehe dem, der sich der Häresie schuldig macht.
Wer wirkungsvoll Kritik an der Kirche üben will, der bediene sich der Fiktion.
Was die Kirche trifft und aufheulen lässt, ist, wenn an die Reinheit der Lehre gerührt wird. Man wage es, an die Geschichte zu rühren, die dem Christentum zugrunde liegt, und mache sich gefasst auf die erbarmungsloseste Verfolgung. Weltliche Kritik beeindruckt die Kirche nicht. Aber wehe dem, der sich der Häresie schuldig macht.
Wer wirkungsvoll Kritik an der Kirche üben will, der bediene sich der Fiktion.
Markus A. Hediger - 24. Feb, 08:46



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