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literarisches duett

Donnerstag, 12. Juli 2007

pansophie

Es geht um schauplätze, um figuren und motive. Gegenwärtig engen wir das spektrum territorial ein. Lokalität ist ein dorf (gegenwärtig noch ohne namen). Es scheint sehr gut gelegen zu sein, hat zugang zum meer, dennoch abgeschieden (vielleicht so sehr abgeschieden, dass es überhaupt nicht zu erreichen ist). Auch waldgebiet.
Ein dorf eignet sich immer sehr gut, ein grösseres szenario zu fixieren, so dass man die wildgewordenen sprünge besser auf die figuren und die erzähltaktik anwenden kann. Es steht ausser frage, dass hier ziemlich merkwürdiges geschieht, dass die protagonisten hauptsächlich archetypisch gezeichnet werden.
Da gibt es überhaupt kein problem in der absprache zwischen mir und markus. Eine figur, die nach überholtem muster dargestellt und beschrieben wird, ist von natur aus für uns beide gänzlich unmöglich.
Markus' arbeiten leben in ihrer hauptsache von der idee, die in einige wenige sätze verwoben sein kann. Meist breitet sich der jeweilige effekt, der die geschichte beschliesst, von beginn an aus. Da sind unglaubliche räume für alternativen zu finden.
Schauplätze sind in einem dorf zahlreich. Man kann die ganze welt dort gastieren lassen. Mir persönlich ist die wassermühle sehr wichtig (die bald thematisiert wird). Der sich abzeichnende effekt ist eine pansophische umgebung. dadurch werden (ausser den semantischen spielchen) märcheneffekte möglich... eine hecke ist eine frau, sprechen kann eh alles - so kommen wir endlich in der realität an

Samstag, 7. Juli 2007

Die Gitarre (Die Wendltreppe)

Markus A. Hediger ist dran. Hier ist der nächste Teil der Wendeltreppe.

Samstag, 30. Juni 2007

Sein Platz (Die Wendeltreppe)

...
4. Sein Platz (pdf)

01 Hediger - Auftakt

Figuren:

- Erzähler 1: liason mit Liliana
- Liliana.
- Pablo: musiker, liason mit Lilian

02 Perkampus – Die Laubfrau

Figuren:

- Erzähler 2
- Lilian: wird mystifiziert als Die Liebende.
- Ron: vater von Rudolph, erinnert sich an Lilian, von der er behauptet, die natur, die ihm auf seinem täglichen spaziergang umgibt, erhörte seine sehnsucht und gestaltete ihm diese frau.
- Raffael: sohn von Ron, besucht seinen vater, nachdem dieser ihm in einem brief darum bittet.

03 Hediger – Erica hat mich vergessen

Figuren:

- Erzähler 2
- Erica: liason mit Pablo, wird auf seine schönheit aufmerksamkeit und engagiert ihn für ihre show. Das angeschwemmte mädchen wird von Pablo gefunden. Die boulevardpresse gab ihm den namen Erica.
- Pablo: kopfgeburt, einer der erfundenen figuren, von denen später die rede ist. Gründe für seine unvergesslichkeit: die mutter Pablos berichtet ihm, daß sein leben so voller fülle und erinnerung ist, weil seine eltern es in ein buch eintragen. Nachts jedoch schleicht er sich ab und an aus dem haus, um fern von erinnerungen am strand zu sitzen. Pablo findet dort ein nacktes mädchen. Dieses ereignis hielt er zum ersten mal selbst in einem buch fest.

Ort:

- Ein dorf mit anbindung zum meer.

Erica wird einerseits als weiteres mysterium neben Lilian geschildert (die wassergeborene, die erdgeborene), andererseits als protagonistin einer nicht näher definierten show. Es wird angedeutet, daß diese show allerdings etwas mit sex zu tun hat.

04 Perkampus – Sein Platz

Figuren:

- Ron: zusätzliche informationen, geschildert von Raffael. liebt theater, spaziergänge, deren ziel niemandem bekannt war.

- Raffael: lernt als neutrale person das dorf kennen. Vermutet ein doppelleben seines vaters.
- Pablo: wird zum ersten mal als vertrauter Rons geschildert, der trotz der vertrautheit ebenfalls nichts von den geheimnisvollen spaziergängen weiß.
- Sunja: die verrückte müllerin, scheint alleine zu leben und macht andeutungen über „den platz“ des vaters, von dem sie aber ebenfalls nichts näheres weiß. „Niemand weiß hier etwas darüber“ sagt sie, aber sie sagt es so, als wäre dennoch mehr darüber bekannt, als sie zugeben will. Auch sie erwähnt, daß „die erinnerungen manchmal verrutschen“. Ähnliches hatte Raffael bereits von seinem vater vernommen.

Ort:

- das dorf

Ron besitzt ein geheimnis, das sich allerdings bei näherer betrachtung auf das ganze dorf auszudehnen scheint. Es erhebt sich die frage, wer Lilian nun schlussendlich sei, denn das geheimnis scheint in erster linie sie zu betreffen. Über Erica wissen wir am wenigsten
Pablo ist neben Lilian eine weitere mystifikation, die als kopfgeburt tituliert wird. In welchem ausmass, das ist bisher nicht erkenntlich. Es wird von einem buch gesprochen, das für die fülle Pablos erinnerungen verantwortlich ist. Pablo ist darüber hinaus ein vertrauter Rons, auch sein geheimnis rankt sich um Lilian.

Samstag, 23. Juni 2007

Der dritte Teil: Erica

Markus A. Hediger hat heute den 3. Teil der Wendeltreppe veröffentlicht: Erica.

Freitag, 15. Juni 2007

die laubfrau

alles
hediger 01
perkampus - die laubfrau

Was nicht geschrieben steht (also auch die frage, nach dem, was ich da getan habe):

Markus A. Hediger eröffnet, höchst intelligent, indem er mit mir eröffnet. Ich will damit nicht sagen, daß es intelligent ist, mit mir zu eröffnen, sondern die art, wie Markus A. Hediger sich als der part, der eröffnet, verhält, indem er einen raum hinter sich öffnet und mit der gleichen phrase auch wieder endet, zeigt, daß bereits ein festgesetzter anfang umgangen wurde, der dadurch allerdings nichts willkürliches enthält, um seinen uranfang zu umgehen, sondern präzise auf das prinzip des ganzen unternehmens eingeht: wer bemerkt hat, daß Hedigers text bereits eine antwort auf Schellack darstellt und nicht nur darauf verweist, hat hier klare vorteile.

Markus beginnt mit drei figurenbewegungen, von denen eine der erzähler ist, Pablo, über den der erzähler nur zu sagen hat, daß er der freund von Lilian ist; und schließlich Lilian selbst.

Es war nun für mich klar, daß ich bei dieser frauenfigur verharren wollte, denn das schien mir das wichtigste element des ersten parts zu sein. Das kam so: Pablo war völlig uninteressant im augenblick (obwohl ich auch gute lust gehabt hätte, ihn als säbelrasselnden boheme darzustellen), vom erzähler aus hätte ich die geschichte weiterspinnen können, das wollte ich nicht, weil dieser erzähler, außer daß er in Lilian vernarrt ist, noch kein profil besitzt, mit dem ich hantieren wollte. Blieb also Lilian.
Ich übernahm nun in meinen part die begierde, die diese frau auslöst, um außer der protagonistin auch in den aussagekorpus des ersten teils zu gelangen. Man liebt Lilian. Dem wollte ich einen grund verleihen.
Ich habe nun zwei weitere figuren eingebracht: Raffael und sein vater Ron. Ron ist dabei eine x-figur, das will heißen, daß es durchaus möglich ist, daß man daraus den alten Pablo gestaltet, der seinem sohn mitteilt, warum er damals so sehr in Lilian vernarrt war, bevor er sein stöckchen (das ich bereits vorbereitet habe, indem ich von einer doppelten erinnerung spreche und von einem durchaus mysteriösen auftauchen besagter dame.) an Raffael weitergibt. Bemerken sie, was wir hier für möglichkeiten haben? Wir können Raffael zunächst völlig ignorieren, haben also eine „schlafende figur“, im gegensatz zur x-figur (deren identität noch nicht gesichert ist).
Was ich außer den figuren zusätzlich an raum eröffne, ist, wie sollte es anders sein, der zeitfaktor. Nicht nur hebe ich den ersten teil zeitlich in die vergangenheit, sondern arbeite (Raffael) auch in das zukünftige. Wahrnehmungstechnisch generiert sich alles in das, was erzählt wird (einmal vom erzähler des ersten teils und der wiedergabe seiner empfindung), dem, was ein weiterer erzähler (der des zweiten teils, der nicht mit dem ich-erzähler identisch ist)vorträgt und dem, was das dublikat der erinnerung Rons darstellt.

Sonntag, 10. Juni 2007

Das Duett hat zwei Stimmen

Das Literarische Duett, das mich im austausch mit Markus A. Hediger zeigt (die erläuterung findet sich hier, der auftakt hier) bekommt eine eigene rubrik zugewiesen. Ich werde dem beispiel der pdf-datei folgen, so dass die einzelnen teile heruntergeladen werden können und nicht im zimzum der blogtäglichkeit verschwindibieren.